Frauenfußball

Dezember 7th, 2011 by admin

Was einem gleich auffällt wenn man Frauen beim Fußballspielen zuschaut, sind zwei Sachen: Sie spielen eleganter und es gibt weniger Fouls. Auch sind sie nicht so wehleidig wie manche Männer, selbst bei manch kleinen Verletzungen spielen bis zu Halbzeit oder bis ganz zum Schluss weiter. Im Punkt Erfolg können sind die meisten Mannschaften den Männern um einiges Voraus, da sie zum größten Teil erfolgreicher sind. Aber hierzulande war der Anfang für den Frauenfußball mehr als schwer:

In Deutschland spielten Frauen um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert eine Art Fußball, bei dem sie sich im Kreis stehend den Ball sich gegenseitig zuspielten. Während der Frauenfußball in anderen europäischen Ländern (z.B. Österreich) in den 20er Jahren einen ersten Höhepunkt erreichte, wurde der Sport in Deutschland kaum ausgeübt. Seine eigentliche Wurzeln liegen wohl im akademischen Bereich, wobei man sich vergegenwärtigen muss, dass es in den frühen 1920er Jahren kaum mehr als 1000 Studentinnen im Land gab. Das Spiel mit dem Ball nach Art der Männer galt für Frauen als moralisch verwerflich; so beschwerte sich der Deutsche Turnerbund über in kurzen Hosen spielende Studentinnen der Deutschen Studentenvereinigung (DSV), er hielt es für unangemessen, dafür das Sie bald Akademikerinnen sein.
Erste organisierte Spiele von Studentinnen fanden im Rahmen der Deutschen Hochschulmeisterschaften 1922 statt. Das erste dokumentierte Ergebnis eines Spiels zwischen Frauenmannschaften war ein 2:1 einer Münchner gegen eine Berliner Elf im Jahr 1927. Ein richtigen „Damen-Fußball-Club“ gründete Lotte Specht 1930. Dieser konnte aber leider nur gegen Männermannschaften antreten und wurde nach vielfachen Protesten schon nach einem Jahr aufgelöst. In der Zeit des Nationalsozialismus passte der Frauenfußball nicht zu dem angestrebten Frauenbild und war politisch mehr als unerwünscht, wurde daher verboten. Erst in den 50er-Jahren kam es zu erneuten Bildungen von Frauenmannschaften als Verein oder Abteilung. In der DDR wurde 1968 mit der BSG Empor Mitte-Dresden die erste Frauenfußballmannschaft gegründet.
In der heutigen Zeit spielen Frauen Fußball in der Bundesliga, aber auch an Weltmeisterschaften und Europameisterschaften beteiligen sie sich sehr erfolgreich. Von klein auf fördert auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) junge Spielerinnen, damit auch diese eine Chance haben auf den Rasen in aller Welt kicken zu können.

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